Sitzstöcke für die Älteren
Von Dr. Shopping & Preisvergleich | 8. Dezember 2009 | Kategorie: Gesundheit & Beauty |Die so genannten Sitzstöcke oder auch Gehstöcke mit Sitz (wie sie im EU-deutsch heißen) gehören zu den Hilfsmitteln für die persönliche Mobilität und geben ihren Benutzern nicht nur mehr Bewegungsfreiheit sondern auch Sicherheit. Zum Zweck dieser Gehhilfen muss nicht viel gesagt werden, denn die Verwendung und ihr Einsatz ergeben sich bereits aus der Bezeichnung.
Die ersten Modelle der Sitzstöcke ähnelten vom Aussehen her einem Regenschirm. Sie hatten am unteren Ende eine Spitze und das obere Ende mündete in einen halbrunden Holzgriff. Vorrangig dienten sie zur Unterstützung bei Spaziergängen, beim Einkaufen oder auf Wanderungen. In der oberen Hälfte dieser Gehhilfe befand sich beim „Ur-Sitzstock“ eine Art ausklappbare Gabel mit drei, vier oder fünf symmetrischen Halterungen, die nach oben zeigten und mit stabilem Kunstsoff oder Leder verbunden waren. Bei kurzen Pausen, Ermüdung oder längeren Wartezeiten konnte sein Besitzer den Sitzstock aufstellen, ausklappen und auf der Sitzfläche Platz nehmen. Da sich das gesamte Gewicht auf die Spitze des Gehstocks auswirkte, war allerdings ein Mindestmaß an Balance und Gleichgewicht beim „Ur-Sitzstock“ unabdingbar.
Aber auch der herkömmliche Sitzstock ist nach einigen Modifikationen und Weiterentwicklungen kaum wiederzuerkennen. So bietet der Handel beispielsweise höhenverstellbare Sitzstöcke an, die in Aussehen und Funktion teils immer noch einem Regenschirm gleichen. Hier ist aber der Handgriff modifiziert und lässt sich in der Art ausklappen, dass daraus eine stabile Sitzfläche entsteht. Andere Modelle der Flipsticks (= Kombination aus Wander- und Sitzstock) haben am oberen Ende eines etwa 500 Gramm leichten Aluminiumstockes einen ergonomischen Sitz aus Kunststoff. Bei diesen Ausführungen kann der Benutzer sozusagen im Stehen sitzen, was vor allem das anschließende Aufstehen enorm erleichtert. Andere Modelle, deren Zielgruppe vorwiegend Wanderer sind, bestehen aus drei oder vier Gliedern und können komplett zusammengelegt werden. Außerdem sind die Sitzstöcke wegen der abnehmbaren Spitze und Bodenplatte auch in schwierigem Gelände einsetzbar, weshalb sie auch bei Jägern weit verbreitet sind. Und für Benutzer mit Koordinationsschwierigkeiten sind auch Sitzstöcke mit mehreren Gummifüßen erhältlich, die das Gewicht (Tragkraft bis mindestens 120 kg) auf die entsprechenden Punkte verteilen. Sitzstöcke aus deutscher Produktion kommen beispielsweise aus Kassel („Sauer GmbH“) oder von der „Gastrock-Stöcke GmbH“ in Bad Sooden-Allendorf.